Am dritten Oktober-Wochenende haben wir das wunderschöne Wetter noch einmal ausgenutzt und uns auf den Weg gemacht um die Live-Qualität der Band Versengold noch einmal mehr zu testen, bevor wir sie dann am 1.12. zu uns auf die Bühne holen (Tickets gibt’s hier!).

Und … wir wurden nicht enttäuscht. 😊

Mittelaltermarkt und Open-Air-Festival

Aber erst einmal von vorn: Angelockt von einem ausgezeichnetem Line Up, bestehend aus Fuchsteufelswild, Trollfaust, Mr. Hurley und die Pulveraffen, Versengold, Subway to Sally und den liebenswerten Knasterbärten, haben wir uns zu unserem letzten Open-Air-Besuch in 2018 auf das Mittelalterfestival nach Feuchtwangen aufgemacht.

 

Dort angekommen, hat uns zuerst der herrliche Mittelaltermarkt mit der Vielseitigkeit der ausstellenden Stände, Tavernen und Speisen in Anspruch genommen, was zur Folge hatte, dass wir es erst (aber das zumindest pünktlich) zum Auftritt der Pulveraffen aufs Festivalgelände geschafft haben. Diese haben uns allerdings sofort mit ihrem karibischen Piratenflair ins Boot geholt und uns mit Liedern wie „Ich Kanone dich nicht leben“ „Achtung fertig Prost“ „Schrumpfkopf im Rumtopf „Gib dem Affen Zucker“, „Tortuga“ sowie dem mit eskalierenden Finale mit Abschluss „Blau wie das Meer“ u.v.m. mitsingend und -tanzend Richtung Versengold geschaukelt.

Versengold als Highlight

Dann war es auch schon so weit, Versengold standen in den Startlöchern. Was sollen wir hier sagen? Die Jungs haben uns -wie schon oben erwähnt- mit ihrem 90-minütigem Bühnenprogramm total mitgerissen. Sie sind mit ihrem Party–Folk eine großartige Live–Band, die ihr Publikum mit Songs wie „Paules Beichtgang“, „Immer schön nach unten treten“, „Niemals sang– und klanglos“ „Solange jemand Geige spielt“ „Wem? Uns“, „Spaß bei Saite“, „In aller Ohr“  und „Ich und ein Fass voller Wein“ absolut im Griff hat, woran auch ein kurzes Technikproblem gegen Ende – souverän von den Jungs gelöst – nichts ändern konnte. Zu der ausgelassenen Stimmung trug natürlich auch Gitarrist Eikes Soloeinlage „Highway to Hell“ und die riesige Wasserball-Weltkugel bei, die beim neuen Stück „Der Tag, an dem die Götter sich betranken“ ins Publikum geschossen wurde.

 

Wenn es nach uns gegangen wäre, hätten die Jungs gerne noch einige Zeit länger spielen können – so haben sie uns aber in Vorfreude auf die Show am 1.12. in Biebergemünd hinterlassen und das nächste Highlight des Abends Subway to Sally warteten ja auch noch auf ihren Auftritt.

Absolut hörenswert: Subway to Sally

Es war das erste Mal in ihrer langjährigen Bühnenkarriere, dass die Band im Rahmen einer mittelalterlichen Veranstaltung auf der Bühne stand, was Frontman Eric Fish nachts zuvor zu träumen veranlasste, er müsse mittelalterlich zu seinem Publikum sprechen – dabei wäre er sich, wie er meinte, reichlich dämlich vorgekommen. Diese Befürchtung war unbegründet, die Band lieferte ihren Fans auch ohne mittelalterliche Ansprache mit Stücken wie „Henkersbraut“, „Sieben“, „Kleid aus Rosen“, „Besser du rennst“ „Sag dem Teufel“, „Falscher Heiland“ u.a., ein in gewohnter Form professionelles Bühnenprogramm ab. Erwähnenswert ist auch, dass Subway to Sally im März 2019 ein neues Studioalbum herausbringen – wir sind auch hier sehr gespannt!

Der krönende Abschluss: Knasterbart

Wem es nach einer 40-minütigen Umbauphase noch nicht zu kalt geworden war, wurde von der Familie Knasterbart mit einem herz– und gemütserwärmenden Programm belohnt. Knasterbart – die Band, die es verstanden hat, uns noch einmal richtig mit ihrem ehrlichen, phantastischen und mitunter herablassenden Gossenfolk einzuheizen, spielte Songs wie „Mein Körper ist ein Tempel“, „Klunkerklause Wunderland“, „Heiliger Hotze“, “Sauf mich schön , „Mein Stammbaum ist ein Kreis“ ,  „Gossenabitur“ und das neue Stück „Ringelpietz am Kietz“, die dazu geschaffen sind, das Publikum zum Ausrasten und Feiern anzuregen  – und das Publikum in Feuchtwangen war in absoluter Feier – und Abtanzlaune. 😉

So ging für uns ein wiederholungswürdiger Festivaltag zu Ende. Die weite Anreise hat sich in Verbindung mit dem Mittelaltermarkt wirklich gelohnt und wir sind uns sicher: Feuchtwangen sieht uns bestimmt wieder.

(Für HeavyRocks on Tour: Arlette und Brigitte)